16.11.2012 HEIMGANG SCHWESTER VATERL

16.11.2012 HEIMGANG SCHWESTER VATERL

Am 07. November ist unsere Glaubensschwester Anna Vaterl heimgegangen.

Die Verabschiedung fand am 16.11.2012 in der Aussegnungshalle in Leibnitz statt.

Bezirksevangelist Hasenauer hielt die Verabschiedung mit dem Bibelwort aus Jesaja 51 Vers 11.

So werden die Erlösten des Herrn heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.

Was heißt es, erlöst zu sein?

Weshalb braucht es eine Erlösung? Wovon?

Natürlich auch vom körperlichen Leid und Tod, aber vor allem von der Macht der Sünde. Wir können uns nicht selbst erlösen!

Ist es nicht manchmal schwer, sich einzugestehen, dass man erlösungsbedürftig ist? Das bedeutet ja, dass man von einem anderen abhängig werden muss.

Dem Erlöser.

Wer erlöst uns?

Im Bibelvers heißt es nicht nur „die Erlösten“ sondern da kommt der Zusatz „des Herrn“. Das ist entscheidend.

Weil sie vom Herrn erlöst sind, sind die nachfolgenden Beschreibungen zutreffend (voller Freude, frei von Trauer und Seufzen).

In einem unserer Gemeindelieder heißt es:

„O Jesus, Erlöser, dein Lieben hört nie auf, im Leben und Sterben ziehst du zum Vater hinauf!“

Unsere Schwester hat das erleben dürfen.
Im Leben hat sie den Erlöser in den Gottesdiensten im Heiligen Abendmahl in der Taufe kennen und lieben gelernt. Viele Gottesdienste hat sie unter schweren Voraussetzungen besucht, und jedes mal trotz ihrer Bedrängnisse Unseren Herrn Jesus Christus erlebt. IHN, der sie von den Sünden erlöst hat und ihr neue Kraft und Trost geschenkt hat.

In ihren letzten Tagen hat sie immer wieder den Wunsch geäußert „Heimzugehen“. Manche die im Krankenhaus mit Ihr zu tun hatten haben diesen Wunsch nicht so verstanden, wie er in ihrem Herzen stand.
Und sie hat, wie es in dem Lied zum Ausdruck kommt, auch im Sterben die Liebe Gottes erleben dürfen. Er ist ein liebender Gott, der nicht nur von Sünde erlöst sondern auch von Not, Schmerzen und Qual.

Da, wo sie jetzt sein darf bewahrheitet sich für sie der letzte Teil unseres Bibelwortes: „Aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.
Diese Gewissheit soll besonders ihrem Gatten und den Kindern und Enkeln ein großer Trost sein.

Trost ist auch, dass wir diesen Vers auch auf uns beziehen können, sofern wir uns vom Herrn erlösen lassen. Wird unser Herr wiederkommen, werden die Erlösten aus allen Zeitaltern auferstehen, erweckt durch den Ruf ihres Herrn. Die lebenden Gläubigen, die von einem auf den anderen Augenblick verwandelt worden sind, werden sich ihnen zugesellen, wenn sie emporsteigen, um dem Herrn zu begegnen. Und dann beginnt der große Festzug zum Vaterhaus.

Abraham und Moses sind dabei, David und Salomo. Da sind auch die vom Herrn geliebten Jünger Petrus, Jakobus, Johannes und Paulus.

Aber sie sind dann nicht auffälliger als die verborgenen Leute Gottes, die auf Erden unbekannt, aber im Himmel stets wohlbekannt waren.

Auch unsere Schwester gehört zu diesen „Leuten Gottes“

Auf Erden unscheinbar, unbekannt, von wenigen Menschen von Herzen geliebt, aber, und darauf kommt es an, im Himmel stets wohlbekannt und auch von unserem Erlöser geliebt.

Unser himmlischer Vater hat unser Schwester Vaterl nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt den Wunsch „Heimzugehen“ am Mittwoch den 07.11.2012 erfüllt.