26.06.2017 HEIMGANG BRUDER WALTER FUCHS

26.06.2017 HEIMGANG BRUDER WALTER FUCHS

Walter Fuchs

Walter Fuchs

Unsere Bruder Walter Fuchs ist am 22.06.2016 heimgegangen.

Die Verabschiedung wurde am 26.06.2016 von Bezirksevangelist Reiner Hasenuer auf dem Friedhof in Leibnitz durchgeführt.
Die Feier wurde vom Chor der Gemeinden Leibnitz und Graz sowie Priester Thomas Brantner am Klavier und Bruder Robert Passath am Cello umrahmt. Grundlage der Verabschiedung war das Bibelwort aus Psalm 31 einen Teil des 9. Verses:

»du stellst meine Füße auf weiten Raum.«

Nachruf:

Walter Fuchs hat am 22.6.2017 nach achtmonatiger, schwerer Krankheit und unbeschreibbar hartem Kampf müde, aber friedvoll seine Augen für immer geschlossen.

Er wurde am 29.4.1943 als einziges Kind des Ehepaares Johanna und Viktor Fuchs in Leibnitz geboren und wurde in der NAK Leibnitz getauft. Walter war ein problemloses Kind, welches seinen Eltern viel Freude bereitete.

Nach Abschluss der Pflichtschule endschied sich Walter 1957 für die Lehre zum Installateur bei der Fa. Kerschl, eignete sich noch weiteres Wissen und Können an und arbeitete im Ölbrennerservice bis zu seiner Pensionierung bei der Fa. Kindermann. Und das gerne!

Unser Walter war aber auch als Jugendlicher unkompliziert, zielstrebig und konsequent. Er wusste immer genau, was er wollte und verfolgte seine Ziele immer unbeirrt. Schon als 17-jähriger verliebte er sich in das Mädchen das er heiraten wollte. Seine Grete!

Die Frau, die in jeder Lebenssituation bedingungslos zu und hinter Ihm stand und ihm bald nach der Hochzeit am 14.5.1966, das wohl größte Geschenk machte. Seine Tochter Karin mit der er bis zuletzt viel Zeit verbrachte.

Alleine der Kaffee am Samstagmorgen, wie auch Nachmittagsbesuche bei Karin und Franzi – jede Woche waren äußerst willkommene “Pflichttermine“.

Seine Tochter, die er mehr liebte als alles andere auf der Welt. Um die er sich noch drei Tage vor seinem Tod sorgte, weil er Ihr unterdrücktes Weinen am Telefon vernahm. Walter war in seinem ganzen Leben dankbar für sein einzigartiges Kind und seine geduldige, verständnis- und liebevolle Frau.

Beide waren bis knapp vor seinem Heimgang in die Ewigkeit an seinem Krankenlager und wollten Ihn so gerne nach Hause holen.

In sein Elternhaus welches er nach deren Tod so gestaltete, dass es Ihm und seiner Familie zu einem wunderbaren und schönen Heim wurde.

Der herrliche Garten war Walters große Leidenschaft und gerne lud er sich Gäste ein, die sich alle sehr wohl bei Ihm fühlten.

Walter konnte jedes Jahr den Frühling kaum erwarten, bis es endlich so weit war, den Pool zu befüllen und die Blumenkästen neu bepflanzen zu lassen.  Wie glücklich es Ihn doch machte, diese zu hegen und zu pflegen und vor allem zu gießen – egal, ob sie nun mehr oder weniger Wasser benötigten – er meinte einfach: „Ich ertrag es nicht wenn die durstig sind!“

Und kaum setzte er sich, stand er schon wieder auf, weil er irgendwo einen Grashalm sah, der dort nicht hingehörte. Gleich darauf fiel Ihm ein, dass er seine Katze sehen wollte, spazierte zum anderen Ende seines Grundstückes und pfiff und rief ihren Namen.

Dies tat er auch spät abends von Balkon, wenn rund herum alles schlief.

Walter war immer ein sehr hilfsbereiter Mensch. Auch wenn jemand am Feiertag anrief, der mit seinem Kind in einer kalten Wohnung saß, kam er um zu helfen.

Auch für die Neffen und Nichte seiner Frau war Walter ein ganz wichtiger Mensch in deren Leben – stand er ihnen doch immer wie ein Vaterersatz mit Rat und Tat zur Seite! Unser Walter war ein sehr geselliger Mensch und konnte sich mit jedem unterhalten.

Man mochte Ihn einfach, weil er ein sehr zuverlässiger und hilfsbereiter Mensch war. Der Verstorbene hatte viele Bekannte die Ihm wohlgesonnen waren. Und unter ihnen hatte er EINEN Freund: KONRAD, den er als Lehrling kennen lernte und der noch zwei Tage vor seinem Tod an seinem Bett saß. Konrad und Walter waren seit Ihrem Kennenlernen unzertrennliche Freunde.

War Walter länger als 2 Tage nicht bei Konrad, rief der schon bei Ihm an, weil seine Frau meinte Walter wäre vielleicht krank, weil er schon sooo lange nicht dagewesen wäre.

Walter liebte es, seine Cousinen und Cousins zu treffen, um mit Ihnen über die Kinder- und Jugendtage und die gemeinsamen Reisen zu reden.

Er war auch sehr gerne auf Buschenschänken. Aber nicht etwa um zu essen und zu trinken – NEIN – er war einfach gerne unter Leuten um sich zu unterhalten.

Beim Abschied nehmen von seinem Schwager Alois konnte man im Nachhinein erkennen, dass Gott ihm seinen Weg bereitet hatte. Mit müder – matter Stimme versicherte Walter, dass all der Schmerz und das Leid der letzten Zeit, wie auch die Sorgen rund um alles Irdische eine Kleinigkeit gegen die Ewigkeit seien – so unwichtig, und alles was geschehen ist und geschehen wird als Gottes Gnade zu betrachten sei.

Am Gespräch, welches die beiden exakt heute vor einer Woche führten, war zu erkennen, dass Walter alles Vergängliche losgelassen und völligen Frieden gefunden hatte.

Nun nehmen Abschied von unserem Walter.

Aber es ist kein Abschied für immer, denn

GOTTESKINDER SEHEN SICH NIE ZUM LETZTEN MAL

DANKE Walter – Du hast unser aller Leben sehr bereichert –