17.01.2015 WORTGOTTESDIENST IN DER „GEBETSWOCHE FÜR DIE EINHEIT DER CHRISTEN“ MIT BISCHOF MÜLLER

17.01.2015 WORTGOTTESDIENST IN DER „GEBETSWOCHE FÜR DIE EINHEIT DER CHRISTEN“ MIT BISCHOF MÜLLER

Im fünften Jahr der Zusammenarbeit ist die Neuapostolische Kirche in Leibnitz Gastgeber der Ökumenischen Feier zur Gebetswoche.

Einmal im Jahr finden besondere Veranstaltungen im Zeichen der Einheit unter den Christen initiiert vom Ökumenischen Rat der Kirchen statt. Etabliert hat sich in Leibnitz die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“, in der ein intensiver Austausch zwischen den örtlichen Glaubenskongregationen stattfindet.
Die Neuapostolische Kirche Leibnitz ist bereits im fünften Jahr aktiv eingebunden. Traditionell hält die Ökumenische Gemeinschaft in Leibnitz in der „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ einen feierlichen, gemeinsamen Wortgottesdienst ab. Gastgeber des Wortgottesdienstes ist jedes Jahr eine andere ökumenische Gemeinschaft.

„Damit sie alle eins seien (…), damit die Welt glaube.“ (Joh. 17,21)

Als eine der Ökumene in Leibnitz freundschaftlich sehr verbundene Kirchengemeinde war am Samstag, dem 17. Januar 2015, die Neuapostolische Kirche in Leibnitz Gastgeber des Wortgottesdienstes. Unter der Schirmherrschaft von Bischof Jürgen Müller trafen sich die Geistlichen der Ökumene Leibnitz im vollbesetzen Kirchensaal in der Neuapostolische Kirche in der Augasse, um gemeinsam für die Einheit der Christen zu bitten.

„Gib mir zu trinken!“ (Joh. 4,7)

Das weltweite Thema der Gebetswoche war in diesem Jahr das Wort aus Joh. 4,7: „Gib mir zu trinken!“Die biblische Geste, jedem, der kommt, als Zeichen der Gastfreundschaft Wasser zu geben, war im Kirchenraum durch ein aufgestelltes Wasserfass versinnbildlicht. Auch in den Plakaten, die auf den Gottesdienst hinwiesen, war dieses Motto deutlich zu erkennen (siehe Bilder).

Freundschaftliches Christsein

Der Wortgottesdienst folgte der neuapostolischen Liturgie. Nach dem gemeinsamen Singen und Gebet begann Bischof J. Müller die Predigt. Daran anschließend trugen alle anwesenden Geistlichen mit intensiven und zu Herzen gehenden Worten zum Gottesdienst bei. Mit dabei waren: Seelsorgerin Frau Christiane Gründlinger (altkatholische Kirchengemeinde Steiermark), Pfarrerin Dr. Marianne Pratl-Zebinger (Evangelische Pfarre Leibnitz), Bezirksevangelist Reiner Hasenauer (Neuapostolische Kirche Leibnitz), Pfarrer Mag. Anton Neger (Römisch-katholische Pfarre Leibnitz) und Pfarrer Mag. Arnold Heindler (Römisch-katholische Pfarre Wagna).

Musikalisches Miteinander

Nicht nur das gemeinsame Singen der anwesenden Gläubigen, sondern auch die musikalischen Umrahmung des Wortgottesdienstes durch den interkonfessionellen Frauenchor (insgesamt 12 Sängerinnen), unter Leitung von Elisabeth Hoppe, machte den Zusammenhalt der Christen in Leibnitz spür- und hörbar.

Der Neuapostolische Frauenchor hatte zu diesem Gottesdienst Verstärkung von sangesfreudigen Frauen aus den anderen Glaubensrichtungen erhalten. So nahmen Sängerinnen des katholischen Kirchenchores und dem Leibnitzer Chor „Unser Klangraum“ bereits zum wiederholten Mal teil. Die vorausgegangenen gemeinsamen Proben für die insgesamt 6 gesungenen Lieder fanden bei den Teilnehmerinnen großen Anklang, sodass sie immer wieder gerne mitmachen. Frederik Lehmann an der Orgel unterstütze den interkonfessionellen Gemeindegesang.

Agape unter Freunden

Bischof J. Müller war sichtlich angetan vom freundschaftlichen Miteinander der Anwesenden. Die langjährige gemeinsame Erfahrung in der Ökumene war im familiären Umgang miteinander sehr zu spüren. In der kleinen Agape nach dem Wortgottesdienst zu der jede der christlichen Gemeinden eine Essens- oder Trankesspende mitgebracht hatte, wurden die interkonfessionellen Beziehungen noch weiter vertieft.